Fliesen für den Garten können eine Menge Geld kosten. Für einen nur halbwegs geschickten DIY Enthusiasten ist es doch kein Problem die wundervollsten Fliesen selbst herzustellen. Am einfachsten geht das mit Beton. Beton ist ein äußerst vielseitiger Werkstoff und relativ einfach zu bearbeiten. Für größere Mengen lohnt es sich eine Mischmaschine anzuschaffen oder auszuleihen.  

Für kleinere Mengen gilt: entweder mit der Hand mischen, oder fertig gemischt kaufen. 

Hier ein wenig DIY Inspiration und Hintergrundwissen über diesen genialen und jahrtausendealten Werkstoff.  

Woraus besteht Beton? 

Beton ist in Wirklichkeit viel besser als sein Ruf. Im Grunde genommen ist Beton ein mineralisches Naturprodukt. Wenn es Beton an Nachhaltigkeit mangelt, dann ist das nicht die Schuld der Zutaten, sondern der Herstellung. Die Herstellung ist sehr energieintensiv. Wenn die Energie nachhaltig produziert wir, macht dies den Beton auch nachhaltig.  

Beton kann im Prinzip auf viele Arten wiederverwendet werden: Als Ballast,  Füllstoff für Fundamente und neuen Beton, oder zermahlen als Zusatz in der Herstellung von neuem Zement oder Beton.  

Hier die Zutaten: 

  • Zement – Zement gibt es schon seit der Antike. Das Grundrezept ist Kalk plus zermahlener gebrannter Ton. Die Römer waren wahre Meister der Zementherstellung. Mit ihrem Zement haben sie unter anderem wasserfesten Beton hergestellt, der nach 2000 Jahren immer noch wasserdicht ist. In Südfrankreich, Spanien und Italien gibt es heute noch Aquädukte in Gebrauch, wo die Wasserkanäle noch mit der ursprünglichen Betonschicht versehen sind. Das Geheimnis dieser imponierenden Mischung wurde erst in den 90‘er Jahren entschlüsselt: Eine Zufügung von Schweinefett.  
  • Beton – besteht aus Zement, Wasser und Sand, Kies oder Schotter. Dazu noch diverse Zusätze je nach erwünschten Eigenschaften: Härter, Beschleuniger, Verzöger, Pigmente etc. Das Mischungsverhältnis hängt von der Verwendung und Beanspruchung ab. 1:4:3 (Zement, Kies, Wasser) z.B. gibt einen stark belastbaren, relativ trockenen Beton für z.B. Fundamente. Je nach Anwendung wird Beton grober oder feiner, dünner oder dicker gemixt. Beton ist eine Mischung von Mineralien die mit Hilfe von Wasser chemisch zu Stein werden. Wenn Beton härtet ist das nicht aufgrund von Austrocknen, wie bei Gips. Es ist eine chemische Reaktion von Kalk und Silikaten (gebrannter Ton, Sand etc.) mit Wasser und Sauerstoff. Beton härtet auch unter Wasser. Erst durch korrekte Austrocknung jedoch gewinnt Beton seine volle Stärke und Belastbarkeit. 

Hand-gemixt vs fertig  gekauft 

Für die Handmischung von Beton gibt es zwei Methoden. Entweder in einem Eimer mit einer Kelle, oder in einem Eimer (oder Bottich) mit einer Bohrmaschine. Je nachdem, gibt es verschiedene Dinge zu beachten. 

1) Mischen mit der Kelle – Für alle Arten von Betonmischen gilt: erst Wasser dann Füllstoff und zuletzt der Zement. Mindestens 4 Minuten, doch nicht länger als 10 Minuten rigoros durchmischen. 

2) mit der Bohrmaschine (Rührmaschine) – es gibt Reise für Bohrmaschinen oder komplette Handrührmaschinen. Letztere sind besser, da der Motor gegen Zementstaub geschützt ist. Zementstaub kann den Motor einer Bohrmaschine leicht kaputt machen. 

3) mit der Mischmaschine – für größere Mengen ist eine Mischmaschine auf jeden Fall zu empfehlen. Bei Mengen von mehr als 2 Kubikmeter lieber Fertigbeton in einem Mischwagen bestellen. 

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