Das Aufwerten von Kleidungsstücken und Accessoires ist zum echten Trend geworden. Es macht nicht nur wahnsinnig viel Spaß, selbst auf eine Art und Weise zum Designer zu werden, man kann sich im Handumdrehen auch ein neues Lieblingsstück kreieren und der Kreativität dabei freien Lauf lassen. Einige Materialien sind allerdings schwerer zu bearbeiten als andere. Leder ist zum Beispiel mit Vorsicht zu handhaben, kann aber mit den richtigen Tricks ganz einfach nach Lust und Laune bemalt werden. Ob dafür eine professionelle Lederfarbe notwendig ist oder andere Hilfsmittel herhalten, verraten wir! 

Die richtige Farbe wählen 

Welche Art von Farbe für Ihr Lederstück am besten geeignet ist, hängt erst einmal davon ab, was genau Sie vorhaben. Möchten Sie das Leder vollständig einfärben, ist dafür eine spezielle Lederfarbe notwendig. Der Prozess ist allerdings ziemlich aufwendig und nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Einfacher ist es, das Leder zu bemalen. Dafür eignet sich Acrylfarben. Das mag vielleicht fast wenig merkwürdig klingen, doch Lederfabrikanten verwenden Acrylfarben schon seit Jahrzehnten, um Lederwaren mit Mustern zu versehen – Sie können das also auch! 

Wichtig ist, dass Sie zunächst immer erst ein Probestück bemalen oder eine unauffällige Stelle wählen, um einen Farbtest vorzunehmen. Je nach Beschaffenheit des Leders kann nämlich eine bestimmte Vorbereitung und ein Mischverhältnis der Farbe erforderlich sein, um gute Ergebnisse zu erzielen. 

Lederfarbe

Vorbereitung und Planung 

Der erste wichtige Schritt ist es, das Leder auf die Bearbeitung vorzubereiten. Das machen Sie, indem Sie rückständige Beschichtungen mit etwas Alkohol entfernen oder mit einem feinen Schleifpapier vorsichtig abschleifen. Falls das Leder vorher noch gereinigt werden muss, beachten Sie, dass es einige Tage zum Trocknen brauchen kann.  

Für das Bemalen gilt eine wichtige Vorschrift: tragen Sie die Farbe so dünn wie möglich auf. Nur dünne Farbschichten können optimal in das Leder einziehen und sich absetzen. Wer die Farbe zu dickflüssig aufträgt, läuft Gefahr, dass die Farbschicht aufreißt. Grundsätzlich müssen Sie beachten, dass die Farbe auf Umgebungstemperaturen reagiert. Es sollte also weder zu kalt noch zu warm im Raum sein, damit die Farbe sich optimal auftragen lässt und schöne Ergebnisse zustandekommen.  

Malen und fixieren 

Je nachdem, welche Art von Leder – unbehandelt, gefärbtes oder Wildleder – Sie bemalen wollen, können sich verschiedene Acrylfarben eignen. Hier sollten Sie wie gesagt ein wenig an kleinen Stücken ausprobieren, bevor Sie das gesamte Lederstück bearbeiten. Nachdem eine Farbschicht aufgetragen ist, benötigt sie eine Thermofixierung. Diese führen Sie am besten mit einem Föhn auf heißester Stufe durch. Trocknen Sie die Farbschicht für etwa sieben bis 10 Minuten.  

Zum Abschluss empfiehlt es sich, das Leder mit einer Deckschicht zu versehen, sobald die Farbe ausgehärtet ist. Dies trägt zur Haltbarkeit und zur Feuchtigkeitsbeständigkeit des Materials bei. Als schützende Schicht können unterschiedliche Mittel verwendet werden. Besonders geeignet sind Öle, Wachse, Silikone und Polyurethane. Tragen Sie eine der Flüssigkeiten mit einem Pinsel vorsichtig auf und lassen Sie die Schicht gut wieder gut trocknen.  

Es mag recht umständlich klingen, was bei der Bemalung von Leder alles zu beachten und zu tun ist. Im Endeffekt sind es aber recht einfache Schritte, die zu einem ziemlich coolen, individuellen Schmuckstück führen können! 

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